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menschenfremd.
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Laura ♥
Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein. (Simone de Beauvoir) Nostalgielink.
gedankenblasen
In jenen Tagen.
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Montag, 4. April 2011, 23:47
Vergessen.
Ich hab da was vergessen.Und ich will es auch nicht wiederhaben. Zuerst hab ich das Wort wollen verloren. Ein paar Enttäuschungen später folgte Vertrauen und geliebt werden. Vielleicht war es Zeit, was ich dann vergaß. Oder Ewigkeit. Nebenbei gingen mir auch simple Worte wie Eiscreme oder Tanzschuh verloren..aber das hat niemand bemerkt, denn es interessierte niemand, ob man das Wort Lesezeichen einfach vergisst. Ich glaub es war an einem Tag, an dem ich in der Stadt spazieren ging, an dem ich Mensch und Hektik verloren hab. Und nicht allzu viel später verlor ich dann weinen, als mir mein Lieblingsbuch abhanden kam. Ich glaube, ich hab es auf einer Bank vergessen. Oder zwischen zwei Stühlen, zwischen den ich mal stand, als sich wieder zwei meiner Freunde gestritten haben und ich nicht wusste, wohin mit mir. Vielleicht haben es auch die Vögel mit in den Süden getragen, als sie mal wieder freier waren als ich. Denn ich kann hier nicht weg. Das Wort Freiheit verlor ich aber erst später. An Weihnachten verlor ich Überraschung, Vorfreude und küssen. Letzteres kann ich mir selbst kaum erklären, aber ich hab es einfach nicht mehr wiedergefunden. Immer mehr Worte gingen mir von Tag zu Tag verloren. Und Tränen konnten auch nicht mehr fließen, denn das Wort dafür existierte für mich nicht mehr. Einmal hat mich jemand gefragt, ob es wichtig sei, sich selbst erklären zu können. Da verlor ich Selbstachtung, Krieg und hellblau. Der Himmel an dem Tag war grau und genauso wurden alle anderen Tage, Wochen, Monate ab dann ebenfalls. Während all das passierte, spürte ich nichts. Ich fühlte mich bloß mit jedem verlorenen Wort leichter. Ich vergaß Wir. Ich verlor Lachen. Mir kam Morgentau abhanden. Und schließlich verlor ich Ich. Laura. |